QUALITÄT IST KEIN ZUFALL

Qualitätsentwicklung

Qualitätsentwicklung verstehen wir als nicht nur eine Sache der
Entwicklung von Zielvorstellungen. Wir setzen vielmehr breiter und stützen
uns in der Arbeit auf folgende Qualitätsdimensionen:

Strategische Qualität

– Entwicklung von Grundorientierung, Leitzielen, Mission.

Programmqualität

– Auftrag- und Aufgabenevaluation,

– regelmäßige Überprüfung der Konzeption,

– notwendige Modifikation der Konzeption,

– regelmäßige Prüfung der Umsetzung von Standards und Anpassung an den aktuellen Bedarf,

– schriftliche Dokumentation aller relevanten QM Bereiche.

Prozessqualität
– Arbeitsbedingungen und Methoden,
– Einbindung in Arbeitsgruppen, Dachverbänden etc.,
– Überprüfung und ständige Fortschreibung der Erziehungsplanung,
– Fehlerwiderspiegelnde Kultur,
– Fortbildung der MitarbeiterInnen,
– Kollegiale Beratung
– Teamsupervision,
– Einzelsupervision,
Interorganisationale Hilfesystemqualität
– Transdisziplinarität,
– professionelle Kontakte zu vergleichbaren Einrichtungen,
– Fachlicher Austausch.
Man schafft mit der Mannschaft
„Sprung nach Vorne“ legt einen großen Wert u.a. auch auf die Teamentwicklung.

Dies bedeutet:
– Alle pädagogischen Fachkräfte nehmen regelmäßig an einer externen Supervision (mindestens zwölfmal jährlich, überwiegend Gruppensupervision) und Fortbildungen teil;

– Der Träger stellt dafür finanzielle Mittel zur Verfügung;

– Alle pädagogischen Teams der Einrichtung können an Supervisionen teilnehmen;

– Die pädagogischen Teams wählen den Supervisor selbst aus;

– Supervision wird ausschließlich durch externe Fachkräfte erbracht.

Partizipation

FÖRDERUNG DER PARTIZIPATION DURCH DIE SICHERUNG DER FEHLERFREUNDLICHKEIT

Partizipation heißt für „Sprung nach Vorne“ nicht „Kinder an die Macht“, sondern „Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden“.

Kriterien, an denen sich Beteiligung messen lässt, sind:

– Informations- und Kommunikationsqualität, 
– Konzeptqualität,
– Prozessqualität,
– Strukturqualität,
– Ergebnisqualität,
– „Konstruktive Fehlerkultur“.

FEHLER SIND IMMER ZU VERZEIHEN

Dem Kriterium „konstruktive Fehlerkultur“ in der Partizipation wird große Bedeutung zugewiesen. Fehler führen oft dazu, dass neue Handlungswege entstehen. Der Weg der Partizipation ist ein Weg, den man nicht absehen kann. Daher sind Irrtümer nicht auszuschließen. In diesem Fall versuchen wir zu reflektieren, warum die Situation so ist und was künftig verbessert werden kann.

Wir verständigen uns auf fünf Qualitätsmerkmale von Partizipation. Das sind:

– Alle Kinder und Jugendlichen ernst zu nehmen,
– Aufklärung über die Möglichkeiten und Grenzen für Mitentscheiden und Mitwirkung,
– Ansprechen der Themen von Kindern und Jugendlichen,
– Förderung der Bereitschaft, sich weiterhin zu beteiligen. 

Beschwerdemanagement

BESCHWERDEN SIND BESTE LERNQUELLE

Unter Beschwerdemanagement verstehen wir einen Prozess der Planung, Durchführung und Kontrolle aller Maßnahmen, die in der Kinder- und Jugendhilfe im Zusammenhang mit Beschwerden ergriffen werden.

Das Beschwerdemanagement der Einrichtung „Sprung nach Vorne“ wird über folgende Instanzen gewährleistet:

1. die innewohnenden Pädagogen der SPLGs sind für die Bewohner der jeweiligen anderen SPLG für die Annahme von Beschwerden in erster Stufe zuständig,

2. als nächste Stufe fungiert die Pädagogische Leiterin,

3. die dritte Stufe des Beschwerdemanagements würde durch den Träger erfolgen,

4. in vierter Instanz wird eine externe Ombudsstelle einbezogen, diese wird durch den NRW-Ombudsmann vertreten.

Diese Instanzen werden eingerichtet, um Beschwerden entgegenzunehmen und zu bearbeiten. Sie helfen Kindern, Jugendlichen und Eltern, sich zu informieren und sich zu beteiligen.